Skandal im Fußball-Mutterland

Im englischen Fußball ziehen dunkle Wolken auf. Zwei Trainer, Sam Allardyce von den Bolton Wanderers und Harry Redknapp vom FC Portsmouth, sollen bei Spielertransfers illegal Handgelder kassiert haben. Das berichtet der englische Fernsehsender BBC in einer Dokumentation unter dem Titel “Undercover ? die schmutzigen Geheimnisse des Fussballs”. Als Kronzeugen dienen drei Spielerberater, die Allardyce, der auch als englischer Nationalcoach im Gespräch war, als “korrupt” bezeichnen.

Manager von 18 Premier-League-Vereinen, darunter Ballack-Club FC Chelsea, sollen nach Informationen der BBC in illegale Transaktionen bei Spielerwechseln verstrickt sein. Das brisante Filmmaterial zeigt anhand heimlicher Aufnahmen, wie Schwarzgeld bezahlt und kassiert wurde. Großbritanniens Sportminister Richard Caborn forderte die BBC inzwischen auf, die Namen der Beschuldigten preiszugeben.

Ich bin tief erschüttert. Dabei geht es doch nur um eine winzige Nebensächlichkeit wie Geld. Dafür tut man doch nichts Ungesetzliches. Bestechung im Fußball, das ist ja genauso unvorstellbar wie … wie … wie …wie … wie, ja, jetzt hab ich’s: wie Doping bei der Tour de France.

(via Netzeitung und Blick Online)

Sommermärchen erst später im TV

Sönke Wortmanns WM-Dokumentation über die “Weltmeister der Herzen” kommt erst später als erwartet ins Fernsehen. Erst soll der Hype in richtig viel Kohle umgemünzt werden – das fordern die Kinoketten Cinestar, Cinemaxx und UCI-Kinowelt, berichtet die Netzeitung.

Also, neuester Stand: ab 5. Oktober 2006 ist “Deutschland. Ein Sommermärchen” im Kino zu sehen und am 29. Dezember 2006 im Fernsehen. Ab Februar 2007 soll es das Werk dann als DVD zu kaufen geben.

Ich kann’s kaum noch erwarten…

Torflut

Ein weiteres, sehr unterhaltsames, sportliches Großereignis dieses Jahres ist vorbei: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit Behinderung. Es hat Spaß gemacht, den Jungs zuzuschauen! Kompliment an die Veranstalter, die Aktiven und die Fans. Weltmeister wurde Saudi-Arabien, das deutsche Team belegte Rang drei.

Nicht einmal die immensen Leistungsunterschiede der 16 teilnehmenden Teams?taten der Begeisterung Abbruch. So kam es beispielsweise in Gruppe D (>> Ergebnisübersicht) zum Duell zwischen Australien und dem späteren Vizeweltmeister Niederlande. Endergebnis: 2:50! Das ist insofern bemerkenswert, als das rein technisch-physikalisch schon nicht ganz einfach ist. Für den Ablauf “Anstoß Gegner, Ball abnehmen, Ball über rund 40 Meter nach vorn befördern, Tor schießen, Gegner muss Ball wieder in den Anstoßkreis befördern, Anstoß Gegner” standen nur jeweils eine Minute und 44 Sekunden zur Verfügung.

Nur eine Sache, die mich?bei dieser Veranstaltung schwer beeindruckt hat.

Schöne Tore

Und weil wir schon mal bei optischen Leckerbissen sind, hier eine Zusammenstellung besonders schöner Tore.
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Balljungentor

In Brasilien trug sich dieser Tage eine gar wundersame Geschichte zu. Nein, wundersam ist das falsche Wort. Skurril trifft es eher.

Erstliga-Schiedsrichterin Silvia Regina de Oliveira erkannte in der Schlussminute des Drittliga-Spiels zwischen Santa Cruzense und Atletico Sorocabana den Ausgleichstreffer an. Allerdings ist auf den Bildern des Fernsehsenders “Sport-TV” deutlich erkennbar, dass ein Balljunge das Leder über die Torlinie bugsiert hatte.

Besonders beeindruckend: der plötzliche Gefühlsausbruch des bis dahin eher stillen TV-Kommentators…
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