Haut den Lukas
Gestern sah ich auf Eurosport eine Talk-Runde mit Bayern-Trainer Felix Magath sowie den beiden TV-Kommentatoren Rudolph Brückner und Marcel Reif. Das Trio erörterte die Frage, weshalb Lukas Podolski bei den Bayern so selten in der Anfangsformation steht.
Nun, diese Frage ist relativ leicht zu beantworten: Er ist nicht gut genug.
Der Fußballer Lukas Podolski geht auf dem Platz vorwiegend drei Beschäftigungen nach:
1. Er steht rum.
2. Er verliert den Ball an den Gegner.
3. Er ballert die Kugel ins Netz, sobald er frei vor dem Tor steht.
Um der 3. Beschäftigung nachzugehen, bedarf es einiger Voraussetzungen. Die beiden wichtigsten:
a. eine geniale Vorarbeit von Miroslav Klose,
b. der Gegner sollte von der Qualität San Marinos sein.
Beide Voraussetzungen sind in der Bundesliga erwiesenermaßen nicht erfüllt. Das ist Poldis Problem, denn somit muss er sich auf die Beschäftigungen 1 und 2 beschränken. Das wiederum erfüllt seinen Coach beim FC Bayern nicht mit großer Freude, denn einen Stürmer, der mit Vorliebe ebenfalls Beschäftigung 1 nachgeht, hat ‘Quälix’ bereits (Roy Makaay).
Das alles ist lange bekannt. Also, wer ist von Poldis Bankdrückertum bei Bayern wirklich überrascht? Bitte aufzeigen! Aha, keiner. Dachte ich’s mir doch.
Aber ich will nicht ungerecht sein. Podolski ist erst 21 und wird sicherlich irgendwann ein richtig Guter. Ob er dann freilich noch bei Bayern München spielt, ist zumindest zweifelhaft.

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