Podcast Test

Alles begann gestern Morgen mit einem Telefonat. Ob ich schon mal einen Podcast produziert hätte, wollte mein Gesprächspartner wissen. Ich antwortete wahrheitsgemäß mit "Nein". Die nächste Frage, die daraus zwingend resultierte, stellte ich mir selbst: "Warum eigentlich nicht?" So ergab sich der weitere Tagesverlauf von selbst.

Wie bei Journalisten üblich, steht am Anfang die Recherche. Die Suche nach "podcast verzeichnis" bei Google führt unweigerlich zu podster.de. Dort gibt es eine Sektion "Fußball". Auf den ersten Blick ist unschwer zu erkennen, dass es dort zwar viele Einträge gibt, aber kaum regelmäßig aktualisierte Podcasts. Neben einigen regionalen Anbietern stellen nur die fleißigen Kollegen von kicker.de jeden Tag um 16 Uhr neue Audio-Beiträge mit aktuellen Nachrichten ins Netz. Außerdem produzieren Franz Strasser und Max Türck von DieLigaShow.de etwa alle drei bis vier Tage einen Bundesliga-Podcast für die Online-Auftritte mehrerer west- und ostdeutscher Tageszeitungen. Irgendwie scheint also das Thema Audio-Blogging, zumindest was Fußball angeht, im Web 2.0 noch ein spärlich besetztes Geschäftsfeld zu sein.

Gut, sage ich mir, dann fange ich mal selbst damit an. Ich brauche eine Produktions-Software und ein Publikations-Script. Zweiteres führt erstmal in die Sackgasse. Das WordPress-Plugin Podpress funktioniert bei mir nicht und erzeugt ständig Fehlermeldungen. Also entscheide ich mich für den herkömmlichen Weg: Ich setze Loudblog auf. Das dauert inklusive der Erstkonfiguration und der Template-Anpassungen rund eine Stunde.

Was die Produktion des mp3-Beitrags unter der Maßgabe "Tools für Anfänger" angeht, kann ich mich zunächst nicht zwischen dem "Podcast Producer" von Data Becker zu 26,95 Euro in der Download-Version und dem "X-OOM Podcast Studio" von bhv entscheiden. Ich nehme am Ende das "Podcast Studio", weil es in der Download-Version nur 17,99 Euro kostet. Installation und erstes Projekt anlegen dauert nur wenige Minuten. Wirklich narrensicher das Teil, ich brauche keine Anleitung. Jedenfalls nicht für die eigene Audio-Aufnahme. Für das Mischen müsste ich noch einige Zeit zusätzlich aufwenden, die ich aber jetzt nicht habe. Oder besser gesagt: Ich habe keine Geduld.

Was mir jetzt noch fehlt, ist ein Thema und ein Manuskript. Der Einfachheit halber nehme ich den jüngsten Bundesliga-Spieltag, das Geschehen vom Wochenende ist mir noch weitgehend präsent. Das Schreiben des Textes dauert ungefähr eine weitere halbe Stunde. Ich habe keinen blassen Schimmer, wie lang die Aufnahme wird. Ich nehme also auf und lande bei knapp fünf Minuten. Nicht übel, schließlich kenne ich schon die Pi-mal-Daumen Regel "1 Minute mp3 = 1 MB Dateigröße".

Ich überspiele den Beitrag in Loudblog – et voilà: hier ist der erste Fußball-Biss Podcast (http://podcast.fussball-biss.de).

Natürlich ist das Ergebnis amateurhaft. Man möge mir bitte die Anfängerfehler, wie beispielsweise Mund zu nah am Mikrofon, nachsehen. Auch handelt es sich um Rohkost, ohne eingearbeitete Jingles, Trenner oder Hintergrundmusik. Quick and dirty halt. Lohnt es sich diesen Weg weiter zu gehen, oder interessiert das keinen Menschen? Ich weiß es nicht. Deshalb frage ich einfach euch. Und bei der Gelegenheit hätte ich gern noch gewusst:
Könnt ihr andere gute Fußball-Podcasts empfehlen? Ich meine, außer dem unerreichten Arnd Zeigler von Radio Bremen mit seiner "Wunderbaren Welt des Fußballs"…

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Geschrieben von terrier | Abgelegt unter Alles, Audio-Biss, Bundesliga-Biss, Fan-Biss | Bookmark bei mister wong | Bookmark bei del.icio.us | Permalink

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