Das EM-TV-Tagebuch, 19. und letzter Tag

Sonntag, 29. Juni 2008 – Finale

Es ging um die Wurst und Spanien hat gewonnen. Das ist neu. Ganz neu. Plötzlich und unerwartet haben wir neuen "global player" auf der Fußball-Landkarte. Daran muss ich mich erst noch gewöhnen.

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Das EM-TV-Tagebuch, Tag 18

Donnerstag, 26. Juni 2008 – 2. Halbfinale

Warum haben wir eigentlich keinen Brasilianer? Nein, keinen Kuranyi. Einen richtigen. Einen, der unfallfrei gegen den Ball treten kann. So einen wie den Frings der Türken, Mehmet Marco Aurelio. Oder noch besser: so einen wie den Frings der Spanier, Marcos Senna. Weiter lesen »

Das EM-TV-Tagebuch, Tag 17

Mittwoch, 25. Juni 2008 – 1. Halbfinale

Was passt zu einem total verkorksten Fußballspiel? Richtig. Eine total verkorkste Fußballübertragung. Richtig rührend, wie die ZDF-Koryphäen unaufhörlich zu erklären versuchten, dass der Bildausfall in der 2. Halbzeit nicht auf ihre Kappe geht. Hey, ich kann euch trösten: schlechter als das Spiel der deutschen Mannschaft war eure Improvisations-Einlage auch nicht. Aber ihr könntet Bela Rethy mal den Tipp geben, dass er bei seiner nächsten Hörfunk-Reportage gelegentlich den aktuellen Spielstand nennt.  

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Vor(bild)namen

Bei einer Recherche zu Bayern-Stürmer Luca Toni stieß ich heute auf eine amüsante Begebenheit, die sich Anfang des Jahres in Hannover-Langenhagen zutrug. In der dortigen Paracelsus-Klinik wurde der Familie Frank am 28. Februar ein strammer Sprössling geboren. Er trägt seitdem den Vornamen "Luca Toni".

Und ich dachte bei mir: wie gut, dass die Eltern keine Fans von Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski sind. Denn der Vorname "Schweini Poldi" klingt irgendwie uncool…

Das EM-TV-Tagebuch, Tag 16

Sonntag, 22. Juni 2008 – 4. Viertelfinale

Spanien, Italien

Zwei Wörter, die wie Musik in den Ohren von Fußballfans klingen. Milano, Torino, ooohhhh, aahhhh, molto bene! Madrid, Barcelona, aahhh, oohhh, magnifico!

So viel zum Mythos. Jetzt zur Realität.

Spanien gegen Italien. Die Mutter aller Elfmeterschinder gegen die Mutter aller Zeitschinder. Romantische Schönspieler gegen abgezockte Ergebnisspieler. 22 Kicker, die nicht wissen, wie sie die elendig langen zwei Stunden bis zum Elfmeterschießen totschlagen sollen. Schade, dass im Ernst-Happel-Stadion nicht wenigstens ein "Rasen betreten verboten" Schild aufgestellt ist.

Null Spielwitz, null Kombinationen, null Herzblut. Null zu null.

Nicht mal über den zeitweiligen Bildausfall in meiner Glotze (wahrscheinlich wegen der starken Gewitter in NRW) rege ich mich am Ende noch auf.

Leistungsbarometer der Teams:
Spanien: Hallo Ballzauberer, kleiner Tipp: ihr habt wahrscheinlich euren Zauberstab in irgendeiner Raststätte zwischen Salzburg und Wien liegen lassen.
Italien: Häääähh, Glücksgöttin Fortuna, ich verstehe deinen Zorn. Es mag ja sein, dass deine Latin Lover Samstagnacht fremdgegangen sind. Aber bitte, lass es wie einen Unfall aussehen…

P.S. An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an ZDF-Kommentator Bela Rethy für den Satz: "Die Kombinationen laufen nicht mehr so flüssig, weil der Flüssigkeitsverlust so hoch war." Das ist endlich mal eine Analyse, die auch einer wissenschaftlichen Betrachtung standhält.

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