Bundesliga schützt sich gegen Geld
Die Deutsche Fußball-Liga will auch künftig keine ausländischen Großinvestoren in den Bundesligaclubs haben. Deshalb soll die “50+1″-Regelung beibehalten werden. Das beschloss der Vorstand des Ligaverbandes.
Kern der “50+1-Regelung” ist, dass der Verein in einer Aktien- oder Kapitalgesellschaft, die Träger des Profi-Spielbetriebs ist, immer 50 Prozent der Anteile plus eine Stimme halten muss. Damit soll eine übernahme durch finanzstarke Privatpersonen oder Unternehmen verhindert werden, wie sie in der englischen Premier League inzwischen gang und gäbe ist.
Interessant ist die Begründung von Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball: “Die Bundesliga lebt von ihrer Stabilität und ihrer Ausgeglichenheit. Maßgebliches Gut muss auch künftig der Schutz des Wettbewerbs bleiben.”
Wie bitte? Ausgeglichenheit? Da bin ich wohl im falschen Film. Auch im deutschen Fußball gibt’s natürlich das große Geld. Aber ganz sicher nicht bei allen Clubs. Was uns von England unterscheidet: die deutschen Abramowitschs heißen nicht Abramowitsch, sondern Hopp, Volkswagen und Bayer. Und sie haben auch nicht das Sagen, sondern dürfen nur Geld geben. Theoretisch jedenfalls.
Ich bin sicher: die “Englandisierung” des deutschen Fußballs ist in unserer globalisierten Wirtschaftswelt nicht aufzuhalten. Höchstens zu bremsen.
Es sei denn, man organisiert den Profisport ganz anders. Wie in den USA zum Beispiel. Mit dem Salary Cap (Gehaltsobergrenzen innerhalb eines Teams) und dem Draft-System (Vereine dürfen nur in einer bestimmten Reihenfolge junge Spieler verpflichten).
Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.
(via bundesliga.de)

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