Und was ist mit Ballack?

Wenn man keine Probleme hat, dann macht man sich welche. Falls nötig mit Gewalt. So kommt das lächerliche Theater rund um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft rüber. Bei Torsten Frings ist das madonnenhafte Gehabe noch halbwegs nachvollziehbar. Er muss in grün erstmal besser spielen, um wieder in weiß spielen zu dürfen. Das ist mühsam. Aber nicht unmöglich.

Komplett schleierhaft bleibt, was Nationalelf-Kapitän Michael Ballack mit seiner Breitseite gegen Bundestrainer Joachim Löw im FAZ-Interview bezweckt. Seine Position steht ja bekanntlich überhaupt nicht zur Debatte. Es gibt momentan keine praktikable Alternative auf seiner Position im DFB-Team. Insofern muss er sich derzeit keinerlei Sorgen machen. Um ehrlich zu sein: da wäre ich als Trainer auch irritiert. Oder um es mal in Limerick-Form zu sagen:

“Der Ballack und der Frings,
die spinnen neuerdings.
Der Löw Jogi mit Genuss
sagt deshalb: Jetzt ist Schluss!
Und lässt beide liegen links.”

Mal sehen, was für Blüten dieses skurrile Pflänzchen rund um der Deutschen liebste Fußballmannschaft noch treibt.

Damit kein falscher Eindruck aufkommt: es ist nicht immer einfach, des Bundestrainers Worte und Taten in Einklang zu bringen. Wenn das Leistungsprinzip in der Nationalmannschaft ab sofort gilt ? was galt dann vorher? Und wenn das Leistungsprinzip schön länger gilt ? was hatte dann Odonkor bei der EM 2008 zu suchen?

Ballack und Frings sind die Protagonisten des deutschen “Fußball-Wunders”, der raketenhaften Rückkehr in die Weltelite, nachdem die Nationalmannschaft im März 2006 nach dem 1:4 in Italien so tot war, toter geht’s gar nicht. Deshalb haben sie sich unbestreitbar große Verdienste erworben. Und wenn sie ihre Top-Leistung bringen, dann kann an ihnen auch heute noch keiner vorbei. Auch nicht der Bundestrainer.

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Geschrieben von terrier | Abgelegt unter Alles, DFB-Biss, Deutschland-Biss | Bookmark bei mister wong | Bookmark bei del.icio.us | Permalink

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