Schnäppchenjäger

Der Fußball hat es gut. Er leidet nicht unter der Globalisierung. Er ist seit jeher global. Mittlerweile sogar in jeder Beziehung.

“Indischer Millionär kauft ZSKA Sofia”, lese ich heute in meinen RSS-Feeds. Der indische Millionär Pramod Mittal soll den bulgarischen Fußballclub ZSKA Sofia für 14 Millionen Euro erworben haben, berichtet die bulgarische Zeitung “Sega”. Dafür soll es 98 Prozent Anteile geben. Mittal, Mit-Inhaber des Stahl-Multis “Mittal Steel Company”, betreibt in der bulgarischen Hauptstadt bereit das frühere kommunistische Vorzeige-Hüttenwerk “Kremikowzi”.

Irgendwie ist unter den Milliardären ein Paradigmenwechsel im Gange. Früher leisteten sich die Tycoone Hobbies wie eine Insel in der Karibik, eine Yacht, einen Lamborghini, einen Golfplatz, ein schnelles Rennpferd, ein Stückchen Privatstrand in Monte Carlo und einen Privatjet.

Heutzutage ist es cool, einen Fußballclub zu besitzen. Menschen wie der US-Geschäftsmann Sir Malcolm Irving Glazer mögen es etwas feudaler. Er kaufte zwischen 2003 und 2005 alle Aktien von Manchester United, dem wertvollsten Fußballunternehmen der Welt, für alles in allem rund eine Milliarde Euro (geschätzt). Etwas günstiger erwarb öl-Milliardär Roman Abramowitsch aus Russland 2003 den FC Chelsea London: der damalige Dauer-Loser kostete läppische 210 Millionen Euro.

Das alles lässt US-Geschäftsmann George Gillet, Besitzer des Eishockey-Unternehmes Montreal Canadiens, nicht ruhen. Er will angeblich für rund 675 Millionen Euro den 18maligen englischen Meister FC Liverpool kaufen.

Wie man sieht: 14 Millionen für ZSKA Sofia sind ein echtes Schnäppchen! Ein paar Handygespräche weniger, und man hat die Ausgaben schnell wieder drin.

Wir dürfen gespannt sein, ob diese Welle irgendann auch Deutschland erfasst. Ein erstes zartes Pflänzchen beginnt ja schon hoch im Norden Baden-Württembergs zu erblühen. Dort, in Sinsheim, möchte SAP-Gründer Dietmar Hopp die TSG Hoffenheim am liebsten möglichst bald in die Champions League führen.

(via Goal.com und Bulgarien Portal)

Houston vs. New England – Das Elfmeterschießen

… und hier ist das Elfmeterschießen.
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Houston vs. New England – Die Tore

Ergänzend zum gestrigen Beitrag: Die Tore des Finales um die US-Meisterschaft durch Taylor Twellman (New England) und Brian Ching (Houston) zum 1:1-Endstand nach Verlängerung…
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Dynamo Houston ist US-Meister

Ich gebe zu: “Dynamo” habe ich bisher nur mit dem DDR-Fußball assoziiert. Jetzt mausert sich der Begriff zum Exportschlager. Und zwar ausgerechnet in den USA. Dort sicherten sich die “Dynamos” aus Houston die Meisterschaft in der US-Profiliga “Major League Soccer” (MLS). Im Endspiel wurde New England Revolution mit 4:3 im Elfmeterschießen besiegt. Nach Ablauf der Verlängerung stand es 1:1.

Bis zur vergangenen Saison hieß das Fußball-Unternehmen übrigens San Jose Earthquakes (Meister 2002 und 2004), ehe die Franchise nach Texas verkauft wurde. Titelverteidiger Los Angeles Galaxy schaffte es diesmal nicht in die Playoffs.

2007 steigt die Zahl der MLS-Teams übrigens auf 13, denn in Kanada wird eine neue Filiale aufgemacht. Das dortige Fußball-Unternehmen trägt den schönen Namen Toronto FC. Das klingt fast noch besser als?Real Salt Lake, oder??

(via Yahoo.de)

Fußball-Geschichte wird neu geschrieben

Die WM ist vorbei, jetzt kann sich der internationale Fußball-Verband FIFA wieder den wirklich drängenden Problemen des Fußballs zuwenden.

Intensive Nachforschungen haben dazu geführt, dass drei Tatbestände, die seit Generationen allen Menschen dieser Welt quälend auf der Seele lagen, neu definiert wurden.

  1. Edmund Conen ist nicht mehr (Mit-)Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 1934. Dem Tschechen Oldrich Nejedly wurde?mit?72 Jahren Verspätung nachträglich ein fünfter Turniertreffer zuerkannt.
  2. Der Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 1938, der Brasilianer Leonidas, hat nur sieben statt der seit 68 Jahren kolportierten acht Tore erzielt.
  3. Der erste Hattrick der WM-Geschichte gelang dem Amerikaner Bert Patenaude am 17. Juli 1930 in Montevideo beim 3:0 der USA über Paraguay, und nicht etwa dem Argentinier Guillermo Stabile am 19. Juli 1930 beim 6:3 gegen Mexiko.

Mein Gott, wie lange habe ich auf diese Aufklärung gewartet! Immer und immer wieder sagte ich zu meiner Frau beim Abendessen: “Mensch, das mit dem Conen, dem Leonidas und dem Stabile, ob das wohl so stimmt?” Jetzt kann ich endlich wieder ruhig schlafen. Danke!

(via Focus Online)

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