Die 1-Million-Euro-Frage…

…lautet heute:

Gibt es das, dass Spieler eines Proficlubs absichtlich schlecht spielen, um die Entlassung des Trainers zu forcieren?

Antwortmöglichkeiten:
A: Ja
B: Nein
C: Weiß ich nicht
D: Nur beim 1. FC Köln

Ich bin mir nicht sicher. Ich glaube, ich frage mal das Publikum…

Gazza wird zärtlich

Der ehemalige englische Nationalspieler Paul Gascoigne ist nach einer Auseinandersetzung in einem Londoner Nachtklub vorübergehend festgenommen worden.

Nichts Neues.

“Gazza” musste den Rest der Nacht in Gewahrsam verbringen.

Nichts Neues.

Das Opfer sei jedoch nicht ernsthaft verletzt worden, hieß es.

Hey, das ist neu! Gazza (39) wird auf seine alten Tage tatsächlich noch zärtlich zu seinen Mitmenschen.

Ich glaube, Achim Reichel hat den Typ gerade spielen gesehen, als er “Steaks und Bier und Zigaretten” (Hörprobe bei Amazon.de,?funktioniert nur mit Real Player) geschrieben hat.

(Infos via Focus Online)

Endlich ist Italien wieder Italien

Der Punktabzug für Rekordmeister Juventus Turin ist vom italienischen Nationalen Olympischen Komitee nochmals reduziert worden. Statt 17 werden Juve nach dem Zwangsabstieg nunmehr nur noch neun Punkte abgezogen. Diese Maßnahme war dringend notwendig geworden, um den Wiederaufstieg des Manipulations-Großmeisters in die erste Liga nicht zu gefährden (via: Spiegel Online).

Der Skandal im italienischen Fußball-Skandal besteht ja auch nicht darin, dass Juve am Fließband manipuliert und bestochen hat. Der eigentliche Skandal besteht darin, dass dies erstmals in der Geschichte der sympathischen südeuropäischen Bananenrepublik bestraft worden ist. Insofern beugt dieses neue Urteil auch einer anhaltenden nationalen Identitätskrise vor.

Neues aus dem Fußball-Mutterland

Während die deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch in Bratislava die slowakische Elf in ihre Einzelteile zerlegte, bemühten sich 400 Kilometer weiter südlich in Zagreb die Herren Gary Neville (31), Kapitän von Manchester United, und Paul Robinson (27), Torhüter von Tottenham Hotspur, um die ultimative Antwort auf die Frage, weshalb England das Mutterland des Fußballs ist.
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Blattschuss

Joseph S. Blatter, der Philosoph unter den Fußball-Funktionären, tritt zuweilen mit geistreichen Vorschlägen an die öffentlichkeit. Das heißt, an die öffentlichkeit tritt er eigentlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Aber über den qualitativen Gehalt seiner Beiträge streiten sich die Gelehrten seit Jahren.

Mal möchte der Chef des Welt-Fußballverbandes FIFA die Tore größer machen, damit mehr Tore fallen, dann setzt er das “Golden Goal” durch, damit auch in der Verlängerung offensiver gespielt wird, oder er fordert den Profi-Schiedsrichter, damit weniger Fehlentscheidungen getroffen werden (?!?). Vom Chip-Ball, der seine Flugkurve elektronisch live überträgt, mal ganz zu Schweigen.

Jetzt hat der 70 Jahre alte Schweizer eine neue bahnbrechende Idee. Er will das Elfmeterschießen, zumindest in einem WM-Finale, abschaffen (siehe u.a. faz.net). Nun muss man dem rührigen Fußball-Boss zu Gute halten, dass er schon schlechtere Einfälle hatte. Ich verspüre auch immer ein leichtes Unwohlsein im Bauch, wenn entscheidende Spiele auf hohem Niveau durch die Elfmeter-Lotterie entschieden werden. Auf der anderen Seite ist mir noch keine bessere Idee gekommen, die auch praktikabel wäre. Denkbar wäre höchstens folgendes Szenario: zwei “normale” Verlängerungen (also weitere 2×15 Minuten falls die erste keine Entscheidung bringt), anschließend “Golden Goal” bis zur Entscheidung.

Spätestens nach sieben Stunden, so meine Schätzung, wenn 15 der 22 Spieler mit Wadenkrämpfen auf dem Boden liegen, sollte das siegbringende Tor nahen. Dieses Modell birgt allerdings zwei Gefahren: 1. die meisten Zuschauer im Stadion dürften eingeschlafen sein, 2. das ZDF hat die übertragung wahrscheinlich längst abgebrochen und sendet stattdessen einen Spielfilm nach Rosamunde Pilcher.

Aber vielleicht hat Sepp Blatter bis 2021 noch eine ganz andere Idee. Denn in etwa 15 Jahren kann er ins Zentrum der Macht vorrücken. Dann hat er das inoffizielle Mindesteintrittsalter für das “International Football Association Board” erreicht. Dieses Gremium ist der Hüter des Fußball-Grals, sprich: der Regeln. Das IFAB wurde bereits im 19. Jahrhundert aus der Taufe gehoben und die meisten Gründungsmitglieder sind, glaube ich, noch dabei.

Schaun mer mal. Bis dahin könnt ihr euch, liebe Leser, ja die Zeit mit dem Studium dessen vertreiben, was in den letzten 30 Jahren alles so im Fußball-Regelwerk verändert worden ist.

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